Hypnose
Über Selbsthypnosen lernte ich vor vielen Jahren - eigentlich aus purer Neugier - die besondere Kraft des Unterbewusstseins für mich zu aktivieren. Durch meine streng wissenschaftliche, methoden- und skalierungsbezogene Ausbildung im Rahmen des Psychologie-Studiums stand ich zu diesem Zeitpunkt dem Thema überaus kritisch gegenüber und war von den überzeugenden Ergebnisse selbst völlig überrascht.
In den folgenden Jahren beschäftigte ich mich immer tiefgehender mit den Möglichkeiten und verfeinerte meine Kompetenzen. Im Rahmen einer gezielten Weiterbildung professionalisierte ich letztlich mein Können und qualifizierte mich zur Hypno-Therapeutin.
Eine Hypnose ist keine Zauberei und auch keine Steuerung eines anderen. Die typische Show-Hypnose vermittelt diesen unrichtigen (!) Eindruck. Im Grunde handelt es sich bei einem hypnotischen Zustand um einen mehr oder weniger tiefen Entspannungsgrad, den wir täglich erreichen - beispielsweise bei längeren Autofahrten, vor dem Einschlafen, kurz vor dem Aufwachen etc. Das sogenannte Bewusstsein kann man sich als einen analytischen Filter oder Torwächter vorstellen, der unsere Sinneseindrücke / Wahrnehmungen selektiert und in bestimmte Bahnen lenkt. Das ist im Alltag wichtig, um sich fokussieren, schnell entscheiden und handeln zu können. In Wahrheit nehmen wir aber deutlich mehr wahr und verarbeiten auch sehr viel mehr. Sie kennen vielleicht das Beispiel mit dem Eisberg? Wir sehen immer nur die Spitze (das Bewusstsein) - unter Wasser (also im Unterbewusstsein) gibt es noch viel, viel mehr, das uns zur Verfügung steht.
Mit der Hypnose haben wir eine ausgesprochen angenehme Methode, diese zusätzlichen Potenziale zu erkennen und nutzbar zu machen. Blockaden können abgebaut werden, Lernen kann verbessert werden, man hat eine Möglichkeit, die helfen kann, schlechte Angewohnheiten abzulegen u.v.m.. Immer vorausgesetzt, wir WOLLEN das auch. Niemand kann unter Hypnose zu Handlungen angeleitet werden, die er/sie nicht möchte oder auch in völlig bewusstem Zustand nicht auch tun würde. Der/die Patient*in kann aus eigenem Willen jederzeit abbrechen.
Eine reine Entspannungshypnose wirkt ähnlich wie eine Meditation positiv auf:
- Stressabbau (Senkung von Blutdruck, Reduzierung des Stresshormons Cortisol und Linderung von innere Unruhe) beiträgt
- Mentale Stärke: Trainiert die Konzentration und hilft, sich von negativen Gedankenmustern oder ständigem Grübeln zu distanzieren
- Emotionale Regulation: Erleichtert einen gelasseneren Umgang mit herausfordernden Situationen und fördert die Selbstwahrnehmung
- Physische Gesundheit: Kann den Schlaf verbessern, das Immunsystem stärken und sogar die Schmerzempfindlichkeit reduzieren.
Die klinische Hypnose (auch Hypnotherapie) geht einen Schritt weiter. Sie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren und nutzt den Zustand der fokussierten Trance, um innere Ressourcen zu aktivieren, psychische und körperliche Beschwerden zu lindern. Die Anwendungsbereiche umfassen in der Psychosomatik & Psychotherapie zum Beispiel die Hilfe bei Angststörungen, Panikattacken, Depressionen oder Schlafstörungen. In der Schmerztherapie kann eine Linderung von chronischen Schmerzen oder Spannungskopfschmerzen erreicht werden.
Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass eine Hypnotherapie ähnlich wirksam ist wie eine Verhaltenstherapie und dieser gleichgesetzt werden kann.